NABU NABU & NAJU in... Erkrath

NABU in... Erkrath

Projekte in Erkrath


© W. van den Hurk 

Die Zeit zwischen 1. Oktober und 1. März steht immer im Zeichen der Pflege von Feldhecken und Kopfweiden. Die bis zu 10 m brei­ten Heckenstreifen werden abschnittsweise „auf den Stock" gesetzt, damit der dichte Heckencharakter erhalten bleibt. Das Schnittgut der Schlehen, Weißdorne, Weiden, Haseln und Holunder wird vollständig als so genannte Benjeshecke wieder in die Hecke einge­flochten. So ist sichergestellt, dass zwischen dem verrottenden Geäst die jungen Sträucher und Austriebe ungestört heranwach­sen. Vögel, Säugetiere und Insekten finden darin Verstecke und Nahrung. Auch müssen Bäume aus den Heckenstreifen entnom­men werden. Einzelne Bäume aber bleiben stehen. So sind Vogel­kirschen, Eichen, Ulmen und Wildapfelbäume Begleiter der Feldhecken. Die Kopfweiden in den Bruchhauser Feuchtwiesen werden ebenfalls turnusmäßig geschnitten. Junge Kopfweiden werden alle drei bis fünf, alte Bäume nach fünf bis zehn Jahren geschnitten. Durch den Schnitt bildet und erhält sich die typische Kopfform der Korbweide. In den Vernarbungen und Verästelungen finden zahl­reiche Insekten- und Vogelarten Unterschlupf und Nahrung. Die Weidenruten werden Schulen und Kindergärten zum Bau von Tip­pfis, Weidentunneln und lebenden Zäunen zur Verfügung gestellt.

Auf der großen Streuobstwiese im Naturschutzgebiet Bruchhausen wird mit über 150 Hochstammbäumen alter, heimischer Apfelsor­ten das Obst für das „Trink-Mit-Projekt" gewonnen. Dieser Saft kann zu bestimmten Terminen kistenweise gekauft werden. Bei Interesse an Weidenruten, Apfelsaft oder an der Mitarbeit bei den Pflegeeinsätzen wenden Sie sich bitte an Wolfgang Sternberg Tel:02104 46190